Häufig gestellte Fragen

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fold faq Im März haben wir eine Wildblumenwiese ausgesät. Seither sind 3 Monate vergangen. Es sind nur kleine Pflänzchen zu sehen. Was haben wir falsch gemacht?

Vermutlich nichts, so Sie ein feinkrümeliges Saatbeet geschaffen, obenauf gesät und das Saatgut angewalzt haben. Blumenwiesen sehen im Aussaatjahr meist lückig aus und brauchen mehrere Jahre für ihre Entwicklung. Die meisten Wildblumenwiesen blühen erst nach einer Überwinterung. Für ungeduldige Kunden und zum schnellen Erosionsschutz liefern wir deshalb auf Wunsch unsere Schnellbegrünungskomponente (2 g/m²), die sich – je nach Standort und Jahreszeit – aus Leindotter, Buchweizen, Gartenkresse und / oder einjähriger Roggentrespe zusammensetzt. Die nach ca. 2 Wochen auflaufende Ammenbegrünung muss jedoch mit dem ersten Pflegeschnitt etwa 6-8 Wochen nach der Aussaat abgemäht werden. Es kann auch vorkommen, dass noch im Boden vorhandene Unkräuter der Ansaat Konkurrenz machen. Hier gilt dasselbe: Sobald das Unkraut zu blühen beginnt oder kein Licht mehr auf den Boden fällt, ist es Zeit für den ersten Säuberungsschnitt. Ampfer und Disteln sollten rechtzeitig herausgezogen werden.

fold faq Dürfen wir im Spätherbst noch eine Blumenwiese säen?

Optimal sind Ansaaten von März bis April oder August bis September. Herbstansaaten haben den Vorteil, dass auch hartschalige Samen im Frühjahr sofort keimen. Bei einer Spätherbstansaat bleibt jedoch ein Restrisiko. Gibt es während der Keimphase starken Frost und Wind, kann es sein, dass einige Arten ausfallen. Durch lockeres Abdecken mit Heumulch (300 – 400 g/m²) oder Grasschnitt (1 – 2 kg/m²) sind die Keimlinge etwas geschützt und es kann gleichzeitig die Erosionsgefahr und der Vogelfraß reduziert werden.

fold faq Ist eine Ansaatstärke unter 5 g/m², wie für viele Wildsamenmischungen üblich, nicht viel zu wenig?

Ein Gramm Wildsaatgutsamen enthält durchschnittlich 1000 Körner. (Siehe Tausendkorngewicht / TKG unter Einzelarten). Selbst wenn nur 50 % des Saatguts keimt, ist eine mehr als ausreichende Deckung gegeben. Insbesondere Wildkräuter benötigen im Gegensatz zu Gräsern für die Ausbildung ihrer Blattrosetten genügend Raum, um sich zu starken Individuen zu entwickeln.

fold faq Wie können wir die geringe Menge Wildsamen gleichmäßig auf der Fläche ausbringen?

Da unsere Wildsaatgutmischungen häufig eine geringere Ansaatstärke als handelsübliche Mischungen haben und Gräser durch Grannen zum Teil schwer maschinell auszubringen sind, empfehlen wir, dem Saatgut einen Füllstoff beizugeben. Empfehlenswert ist es, eine Menge von 10 – 20 g/m² Saatgut inklusive Füllstoff auszubringen. Neben Sand, Gries oder Sägespänen eignet sich als Füllstoff dazu vor allem Sojaschrot. Das geschrotete Korn zerfällt in unterschiedliche Korngrößen, sodass die ebenso aus unterschiedlichsten Samengrößen bestehende Mischung homogen bleibt und sich nicht entmischt. Der von uns auf Wunsch gelieferte Sojaschrot stammt aus gentechnikfreiem Anbau.

fold faq Soll ich meine Wiese so spät wie möglich mähen, damit alle Blumen aussamen können?

Jeder Schnittzeitpunkt ist für einige Arten optimal, für andere zu früh oder zu spät. Eine Wiese behält die höchste Artenvielfalt, wenn der Schnittzeitpunkt jährlich variiert. Sollte dies nicht möglich sein, empfehlen wir einen ersten Schnitt Ende Mai. Dadurch wird die Dominanz der Gräserarten gebrochen und eine zweite Blüte und das Ausreifen der Samen bis zum Herbst ermöglicht.

fold faq Ein Kunde möchte für eine Renaturierung eine gebietsheimische und auf den Standort abgestimmte Mischung – kann Rieger-Hofmann diese liefern?

Ja. Auf Anfrage können wir Ihnen mitteilen, aus welchen der 22 Ursprungsgebieten Deutschlands wir einzelne Arten und Mischungen auf Lager haben und wie sich die von Ihnen angefragte Mischung zusammensetzt. Da unsere Mischungen immer aus Einzelarten komponiert werden, können wir Ihnen bei größeren Ansaatflächen in Zusammenarbeit mit unseren Biologen auch eine Sondermischung nach Ihren speziellen Bedürfnissen zusammenstellen.